Über
Technischer Überblick
Bei einem Trockenblutprobentest (DBS) wird eine kleine Menge Blut, üblicherweise durch einen Stich in die Fingerkuppe, entnommen. Anschließend wird die Probe auf ein spezielles Filterpapier getupft und bei Raumtemperatur getrocknet. Die getrocknete Probe kann problemlos zur Analyse an ein Labor geschickt werden. Das Verfahren ist minimalinvasiv und erfordert nur einen kleinen Stich in die Fingerkuppe. Dadurch ist es für Patienten im Vergleich zu herkömmlichen Blutentnahmen weniger schmerzhaft und angenehmer. Die getrockneten Blutproben sind bei Raumtemperatur stabil, was die Konservierung der Probe durch reduzierte enzymatische Aktivität und mikrobiellen Abbau fördert. Diese Stabilität vereinfacht zudem Lagerung und Transport, da die Proben nicht gekühlt werden müssen und weniger biologisch gefährlich sind als flüssige Blutproben. Insgesamt bietet der DBS-Test eine praktische, kostengünstige und leicht zugängliche Möglichkeit zur Blutprobenentnahme und -untersuchung.
Die für den Trockenblutprobentest verwendete MSMM-Analysemethode umfasst typischerweise fortschrittliche Massenspektrometrietechniken wie die Flüssigchromatographie-Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS). Dieser Ansatz bietet hohe Präzision und Sensitivität beim Nachweis und der Quantifizierung einer Vielzahl von Biomarkern direkt aus getrockneten Blutflecken. Die Methode profitiert von einer minimalen Probenvorbereitung und kann sehr kleine Probenvolumina analysieren, was ideal für die begrenzte Blutmenge ist, die auf Filterpapier gesammelt wird.
MSMM-Methoden ermöglichen insbesondere einen schnellen und spezifischen Nachweis mehrerer Analyten gleichzeitig und übertreffen herkömmliche Tests in Bezug auf Genauigkeit und Durchsatz. Die Technik reduziert eine potenzielle Probenzersetzung und ermöglicht die direkte Probenahme aus dem Fleck, wodurch Kontamination und Handhabungsfehler minimiert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Tests bietet MSMM eine bessere Reproduzierbarkeit, höhere Nachweisgrenzen und die Möglichkeit, komplexe Moleküle in klinischen, therapeutischen Arzneimittelüberwachungs- und forensischen Kontexten zu messen. Dies macht es besonders vorteilhaft für präzise, zuverlässige Diagnostik- und Forschungsanwendungen mit getrockneten Blutfleckproben.
Klinische und praktische Anwendungen
Mit MSMM analysierte Trockenblutproben (DBS) können ein breites Spektrum an Analyten messen, darunter Hormone, Therapeutika, Metaboliten und Infektionserreger wie HIV, Hepatitis B und Hepatitis C. Diese Messungen sind von erheblicher klinischer Relevanz für das therapeutische Arzneimittelmonitoring, die Pharmakokinetik, Toxikologie, Endokrinologie und die Diagnostik von Infektionskrankheiten.
DBS mit MSMM ist in Situationen wie der Probenentnahme zu Hause, der Patientenversorgung in abgelegenen Gebieten und in Situationen, in denen venöse Blutentnahmen schwierig oder unpraktisch sind, vorzuziehen. Dies ermöglicht es Patienten, mit minimaler Schulung selbst Proben zu entnehmen und diese per Post an zentrale Labore zu senden, was den Zugang zu Tests und Nachsorge verbessert.
Im Vergleich zur Serum- oder Plasmaentnahme bietet die DBS mehrere Vorteile: Sie erfordert nur eine geringe Blutmenge, die durch einen Fingerstich entnommen wird, was weniger invasiv und bequemer ist. DBS-Proben sind bei Raumtemperatur stabil, was Lagerung und Transport ohne Kühlung vereinfacht. Sie reduzieren zudem das Risiko biologischer Gefahren und logistische Herausforderungen, was zu einer höheren Probenintegrität und besseren Verarbeitungserfolgsraten führt, insbesondere beim Screening auf Infektionskrankheiten und bei der Arzneimittelüberwachung.
Diese Eigenschaften machen die DBS mit MSMM zu einer praktischen, effektiven und zuverlässigen alternativen Probenahmemethode für verschiedene klinische und Forschungsanwendungen.
Analytische Daten und Validierung
Der Laborablauf für die Trockenblutprobenanalyse (DBS) mit MSMM umfasst mehrere sorgfältige Schritte, um die Probenintegrität und zuverlässige Analyse zu gewährleisten. Nach Erhalt werden die DBS-Proben anhand von Faktoren wie Probengröße, Gleichmäßigkeit und Sättigung visuell auf ihre Qualität geprüft. Anschließend werden die Proben vom Filterpapier gestanzt und für die massenspektrometrische Analyse vorbereitet, die häufig die Extraktion und Elution der Analyten aus der Trockenblutmatrix umfasst. Speziell für DBS entwickelte Qualitätskontrollmaterialien (QC) werden eingesetzt, um die Testleistung zu überwachen. Wiederholte Tests dienen der Überprüfung von Präzision und Genauigkeit. Die QC umfasst die Bewertung von Enzymaktivitäten oder Analytkonzentrationen anhand strenger Akzeptanzkriterien und eine kontinuierliche Überwachung mithilfe standardisierter DBS-Kontrollen, um die Reproduzierbarkeit über die Zeit zu gewährleisten.
Korrelationsdaten, die DBS-/MSMM-Ergebnisse mit konventionellen Methoden vergleichen, zeigen eine gute Übereinstimmung für viele Analyten, darunter Enzyme, Medikamente und Infektionsmarker. Studien belegen stabile Enzymaktivitäten und Analytrückgewinnung in ordnungsgemäß gelagerten DBS-Proben mit nur minimalen Verlusten unter unterschiedlichen Temperaturbedingungen. Der Nachweis der Viruslast für Infektionen wie HIV und Hepatitis mittels DBS hat eine hohe Sensitivität und Spezifität gezeigt, die in einigen Fällen jedoch etwas geringer ist als die von Plasma. Dies bestätigt die DBS als praktikable Alternative, insbesondere bei schwierigen Plasmagewinnungsproblemen.
Die wissenschaftliche Literatur, die die DBS/MSMM-Technologie validiert, umfasst Berichte über das Neugeborenen-Screening auf lysosomale Speicherkrankheiten mittels Tandem-Massenspektrometrie, Studien zum Nachweis viraler RNA in selbst entnommenen DBS-Proben sowie Übersichtsarbeiten, die die Genauigkeit, Stabilität und den klinischen Nutzen von DBS-Proben mittels Massenspektrometrie unterstreichen. Diese bestätigen DBS/MSMM als robuste Technik mit starker analytischer Leistung, die sich für diagnostische und therapeutische Überwachungsanwendungen eignet und in einigen Kontexten durch die behördliche Zulassung unterstützt wird.
Insgesamt bestätigen strenge Arbeitsablaufprotokolle, rigorose Qualitätskontrollmaßnahmen und unterstützende Korrelationsdaten mit konventionellen Tests die DBS/MSMM als zuverlässige Methode in klinischen und Forschungslaboren. Bei einem DBS-Test (Dry Blood Spot) wird eine kleine Menge Blut, in der Regel durch einen Fingerstich, entnommen, auf Filterpapier getropft und bei Raumtemperatur getrocknet. Diese minimalinvasive Methode bietet Vorteile wie hohen Patientenkomfort. Die getrocknete Probe ist ohne Kühlung stabil, was Lagerung und Transport vereinfacht und Abbauprozesse sowie Biogefährdungsrisiken reduziert.
Die MSMM-Analysemethode, die häufig massenspektrometrische Verfahren wie die Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS) nutzt, bietet hohe Präzision und Sensitivität. Sie ermöglicht den gleichzeitigen Nachweis und die Quantifizierung mehrerer Analyten aus kleinen Blutvolumina und übertrifft konventionelle Tests in Genauigkeit, Reproduzierbarkeit und Durchsatz. Diese Effizienz trägt zu zuverlässiger Diagnostik und Forschung bei.
DBS mit MSMM misst verschiedene Analyten, darunter Hormone, Medikamente, Metaboliten und Infektionserreger. Sie eignet sich besonders für die Probenentnahme zu Hause, die Ferndiagnostik von Patienten und die Reduzierung venöser Probenentnahmen. Im Vergleich zu Serum oder Plasma benötigt DBS weniger Blut, ist einfacher zu transportieren und minimiert Probenabbau und Gefährdungen.
Der Laborablauf umfasst eine strenge Qualitätskontrolle mit DBS-spezifischen Kontrollmaterialien, eine visuelle Beurteilung der Probenqualität sowie standardisierte Extraktions- und Testverfahren. Korrelationsstudien bestätigen die gute Übereinstimmung zwischen DBS/MSMM und herkömmlichen Methoden und bestätigen die DBS als zuverlässige Alternative. Die wissenschaftliche Literatur untermauert diese Ergebnisse mit Studien zu Enzymtests, viraler RNA-Detektion und Metabolitenanalyse und bestätigt die klinische und wissenschaftliche Anwendbarkeit.
Anleitung zur Blutentnahme
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Informationen zu Vorschriften und Compliance
Die DBS-Testung (Dry Blood Spot) unterliegt strengen Vorschriften und Compliance-Standards, um Genauigkeit, Sicherheit und Rechtskonformität zu gewährleisten. DBS-Proben müssen als biologische Proben nach festgelegten Protokollen entnommen, gelagert, transportiert und analysiert werden, die den Anforderungen an den Umgang mit Biogefährdungen und die Produktkette entsprechen.
Unsere DBS-Tests basieren auf Methoden, die internationalen Standards entsprechen, einschließlich Laborakkreditierungen wie ISO/IEC 17025, und folgen Branchenrichtlinien wie denen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hinsichtlich Probenintegrität und analytischer Genauigkeit. Die Labore validieren DBS-Tests streng und stellen sicher, dass die Ergebnisse gleichwertig oder besser sind als bei herkömmlichen Bluttestmethoden.
Die Proben werden sicher verpackt und gemäß den Vorschriften für den Transport von Biogefährdungen versendet, um die Stabilität der Proben zu gewährleisten und Kontaminationen zu vermeiden. Die Einhaltung der Patientendaten, der ethischen Verwendung und der Richtlinien zur informierten Einwilligung wird bei allen Testverfahren strikt eingehalten.
Durch die Einhaltung dieser Vorschriften und Qualitätsstandards garantieren wir, dass DBS-Tests mit MSMM-Analyse zuverlässig, sicher und für klinische und Forschungsanwendungen weltweit geeignet sind.
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